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Welche Voraussetzungen sollte ich erfüllen?

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„Hau ab, wenn Du ein harter Kerl bist – ich brauche Männer mit Hirn!“

Doppelt im EinsatzDieser Spruch hing angeblich während des 2. Weltkrieges gerahmt über dem Schreibtisch des Rekrutierungsoffiziers des Special Air Service, einer Spezialeinheit der britischen Armee. Und er passt auch ganz gut auf das Anforderungsprofil eines Feuerwehrmannes/-frau. Das alte Klischee des extrem Trinkfesten Schmalspur – Dorfhelden der gelegentlich mal ein kleines Feuer ausmachen darf, gehört schon seit Jahrzehnten zum alten Eisen. Der Feuerwehrmann/-frau in Erftstadt wurde in den letzten Jahren mit einer breiten Palette von Einsatzszenarios konfrontiert – von der einfachen Katz´ im Baum über Verkehrsunfälle, Zimmerbrände bis hin zu angeblichen Biowaffen – Funden und dem Zugunglück in Brühl.

Was die gesundheitlichen Voraussetzungen angeht, so reicht eine durchschnittliche Fitness aus. Waschbrettbauch ist gut – Waschbärbauch nehmen wir auch. Natürlich ist eine Brille kein Hindernis. Wer die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger durchläuft, der geht alle 3 Jahre zu einer arbeitsmedizinischen Untersuchung nach G 26.3, wo festgestellt wird ob er dem Einsatz mit „Gasmaske“ und Atemluftflasche auf dem Rücken körperlich gewachsen ist.

Die wichtigste Voraussetzung für einen potentiellen Feuerwehrmann ist jedoch – so banal es klingt – Interesse an der Feuerwehr. Denn wie für jedes Hobby braucht man auch für die Feuerwehr Zeit. So gilt es Lehrgänge zu absolvieren und an Übungen teilzunehmen, damit man im Einsatzfall in der Gruppe arbeiten kann und nicht zur Gefahr für Andere und für sich selbst wird. Natürlich gibt es neben dem Übungsdienst auch die soziale Komponente der Feuerwehr. So sind die Löschgruppen fester Bestandteil des Vereinslebens, und betätigen sich rege an Aktivitäten der jeweiligen Stadtteile.

Zu guter Letzt sind da die Einsätze. Niemand verlangt von einem, dass man alle Einsätze im Jahr mitfährt – das lässt sich bereits aufgrund der fehlenden Planbarkeit nicht bewerkstelligen. Und wer nicht in Erftstadt arbeitet, der ist tagsüber auch verhindert – ganz klar. Aber wenn dann der Alarmempfänger geht und man feststellt: „Ach, ich habe heute gar keine Lust – lass die Anderen mal machen“, dann sollte man sich vielleicht doch eine anderes Betätigungsfeld suchen.